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4. Sonntag des Jahreskreises:Impuls

„Selig seid ihr …“ – Ein Aufruf zur Umkehr des Blicks? Jesus eröffnet die Bergpredigt mit einem Paukenschlag: Selig sind die Armen, die Trauernden, die Sanftmütigen, die, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Wer diese Worte hört, merkt, dass Jesus die Maßstäbe dieser Welt auf den Kopf stellt. Nicht Erfolg, Macht ...
Katholisch in Köln-Mitte
Datum:
28. Jan. 2026
Von:
Marion Vosen

Impuls

oder Besitz machen selig, sondern eine Haltung, die sich Gott anvertraut und dem/der anderen Raum gibt.

In den Seligpreisungen geht es nicht um gefühlsbetontes Ideal, sondern um eine neue Sicht aufs Leben: um das mutige Vertrauen, dass Gottes Nähe gerade dort spürbar ist, wo menschliche Schwäche sichtbar wird. Die Seligpreisungen sind keine Vertröstung auf ein Jenseits, sondern eine Einladung, schon heute ein anderes Miteinander zu leben — in Barmherzigkeit, in Gerechtigkeit, in Frieden – gerade in der heiteren Karnevalszeit. 

Wer die Seligpreisungen ernst nimmt, kann die Welt nicht bleiben lassen, wie sie ist. Sie fordern uns heraus, inmitten aller Widersprüche auf Gottes Wirklichkeit zu setzen.

So lade ich Sie ein zum Weiterdenken:
Welche „Seligpreisung“ spricht mich heute am stärksten an – und warum fällt es mir so schwer, sie wirklich zu leben? Oder anders gefragt: Wo in meinem Alltag könnte ich heute mithelfen, dass jemand spürt: Du bist selig, weil Gott Dich sieht – gerade jetzt?

Pater Daniel Stadtherr OP
Kirchenrektor an St. Andreas | Pfarrvikar in Köln-Mitte