Zum 3. Adventssonntag:Impuls

Impuls
Ich denke an das WDR-2-Weihnachtswunder, das am Samstag zum vierten Mal startet. Ein Glaskasten in Essen, fünf Tage lang Geschichten voller Hoffnung: ein Mann backt Brote und verschenkt sie gegen Spenden, Kinder ziehen mit schiefen Trompeten und Klarinetten durch die Straßen und sammeln Geld für hungernde Kinder. Verrückt: Da blüht ja wirklich was! „Stärkt die schlaffen Hände“, sagt Jesaja – hakt euch unter, traut euch wieder was, heißt das wohl. Beim WDR 2-Weihnachtswunder passiert genau das: Ganz normale Leute tun plötzlich verrückte schöne Dinge, weil sie ihr Herz sprechen lassen. Andere schließen sich an. Oasen entstehen.
Vielleicht steht Gott in diesen Tagen in den Schuhen der Radiomoderatoren, die fünf Tage lang in Essen Hoffnungsgeschichten erzählen. Oder hinter der Frau, die eine Spendenbüchse abgibt, obwohl sie selbst kaum weiß, wie sie durch den Januar kommt. Hoffnung verkleidet sich halt gern. Doch wo sie auftaucht passiert es: Lahme springen, Stumme finden Worte. Wüsten jubeln und blühen öfter, als man denkt, in Essen und anderswo.
Einen schönen Sonntag und eine gute Zeit wünscht
Peter Otten. Pastoralreferent an St. Agnes in der Pastoralen Einheit Köln-Mitte