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Als unsere MC am 6. Januar 2008 das 400jährige Jubiläum
feierte, war der Generalpräses der polnischen
Kongregationen, Pater Dr. Mieczyslaw Łacek OSPPE unter
den vielen Gästen bei uns in Köln. Er kündigte uns
damals die Einladung zu diesem Kongreß in Tschenstochau
an. Ohne unser Jubiläum in Köln, so kann man sagen,
hätte das Treffen in Tschenstochau nicht stattgefunden.
Feierlicher Anlaß sind die diesjährigen Feiern zur
30jährigen Wiederbelebung der Marianischen
Kongregationen durch die polnischen Bischöfe nach dem
Verbot durch das kommuni-stische Regime im Jahre 1949.
Diese Wiederbelebung der Marianischen Kongregationen im
Jahre 1980 geschah unter der Leitung des damaligen
Primas, Erzbischof Stefan Kardinal Wyszynski. Ferner
beabsichtigte Pater Dr. Mieczyslaw Łacek durch dieses
Treffen eine Zusammenarbeit der Marianischen Sodalitäten
auf europäischer Ebene aufzubauen.
So erhielten wir bereits Anfang 2009 eine Einladung aus
Polen zum
1. Kongreß der
Marianischen Kongregationen in Europa
Gestern - Heute - Morgen.
vom 25. - 27. 3. 2010 in Tschenstochau (Polen) auf dem
Hellen Berg (Jasna Góra)
An diesem Kongreß nahmen von unserer Kongregation
fünfzehn Sodalen und ein Kandidat teil. Vier Sodalen
hatten Ihre Ehefrauen dabei. Die Anreise war am 24. März
2010 mit einer Maschine der WIZZ AIR von Dortmund nach
Kattowitz mit Bustransfer nach Tschenstochau. Drei
Sodalen fuhren mit dem PKW. Unser Präses, Pfarrer
Klaus-Peter Vosen, mußte leider seine Teilnahme wegen
einer vom Arzt kurzfristig angesetzten Operation
absagen. Seitens unserer MC nahmen 20 Personen mit
Banner und Bürgerfahne teil. Wir waren die stärkste
Delegation.
1. Tag - Donnerstag, 25. März 2010 - Hochfest „Mariä
Verkündigung“
Der Kongreß wurde um 12 Uhr mit einem feierlichen
Lateinischen Hochamt vor dem Gnadenbild der „Schwarzen
Madonna“, der Königin Polens, eröffnet. Es zelebrierte
der Generalpräses der polnischen Kongregationen, Pater
Dr. Mieczyslaw Łacek OSPPE. Die anwesenden polnischen
und deutschen Präsides konzelebrierten. Es predigte Msgr.
Jaroslaw Wolski, Präses der Sodalitäten im Bistums
Sosnowiec und Czeladz. Die Predigt wurde von unserem
Assistenten Richard Gosk übersetzt. Nach
der Predigt und den Fürbitten wiederholten die Sodalen
unserer MC anläßlich des Titularfestes „Maria
Verkündigung“ ihre „Marianische Lebensweihe“. Alle
anwesenden Sodalen aus Polen, Spanien und Deutschland
sangen anschließend das Lied zur schwarzen Madonna
„Einen Ort auf dieser Erde“ in ihrer Sprache.
Der Kongreß wurde nach dem gemeinsamen Mittagessen durch
den Generalpräses aller polnischen Sodalitäten, Pater
Dr. Mieczyslaw Łacek OSPPE eröffnet. Er berichtete von
seiner Idee am Kölner Jubiläumstag und begrüßte einzeln
alle anwesenden Kongregationen und wünschte unter der
Führung der Gottesmutter Maria einen erfolgreichen
Verlauf dieses ersten europäischen Treffens.
Aus Polen waren 17 Kongregationen mit 76 Sodalen und
Sodalinnen und aus Deutschland sechs Sodalitäten
(Straubing, Herbstein, Passau, Stuttgart, Neuhof bei
Fulda und wir aus Köln) mit 31 Teilnehmern vertreten.
Spanien war ebenfall mit einer Kongregation anwesend. Unser Präfekt Wilfried Becher verlas ein Grußwort
unseres Erzbischofs, Joachim Kardinal Meisner. Dieser
brachte zum Ausdruck, daß er sich glücklich schätzt über
die Existenz der vielen Marianischen Kongregationen in
Deutschland und Europa und deren Liebe und Verehrung der
Gottesmutter. Er wünschte einen guten Verlauf des
Treffens und den Beginn einer guten gemeinsamen marianischen Tradition in Europa.
Ein Grußwort des Präfekten Georg Andergassen von der
Marianischen Männerkongregation in Bozen (Südtirol)
verlas unser Assistent Richard Gosk.
Teil I - Marianische Kongregationen in Europa - gestern
(Geschichtlicher Überblick) 1. Referat von Anna Laszuk (Marianische Sodalität
Warschau): „Die Geschichte der Marianischen Sodalität in Polen in
Bezug auf die Situation der Kirche“. Die Referentin erläuterte - aus polnischer Sicht - die
Gründung der ersten Kongregation in Rom (Prima Primaria)
unter Anleitung der Jesuiten und gab einen Überblick
über die Entwicklung in Polen im Laufe der Jahrhunderte
und unter dem Kommunismus. Sie wies auf das
apostolische Wirken und die vielen Heiligen und Seligen
der polnischen Sodalitäten hin.
2. Referat von Wilfried Becher (Präfekt der Marianischen
Männerkongregation 1608 Köln): “Geschichtlicher Überblick über die Kongregationen in
den deutschsprachigen Ländern“.
Ausgehend von den Wirren der Reformation und der
fruchtbaren Tätigkeit der Jesuiten mit der Gründung der
ersten und zentralen Kongregation in Rom (Prima Primaria)
sprach der Referent über die Gründungen der Sodalitäten
in den deutschsprachigen Ländern im Zusammenhang mit den
jeweiligen politischen Begebenheiten. Dies waren der
Dreißigjährige Krieg, die französische Revolution,
Kulturkampf und die beiden Weltkriege. Er erläuterte
schließlich die von Papst Pius XII. 1948 erlassene
Apostolische Konstitution „Bis Saeculari“, in der dieser
den weltweiten Sodalitäten feste Regeln gab und diese
als katholische Aktion unter der Führung Mariens
bestätigte. Es folgten dann Erklärungen über die
Gründung der Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL)
durch die Jesuiten im Jahre 1967. Er berichtete über ein
Gespräch mit dem Vize-Assistenten der GCL, Jesuitenpater
Alberto Teixeira de Brito, Ostern 2006 im Vatikan.
Dieser hatte ausgesagt, daß Papst Paul VI. die Zentral-
und Hauptkongregation „Prima Primaria“ an der Kirche St.
Ignatius und die Konstitution „Bis Saeculari“ mit der
Gründung der GCL außer Kraft gesetzt hat. Der Referent
sieht hier Handlungsbedarf (siehe Beschlußfassung des
Kongresses). Er hob die Ziele der Kongregationen hervor:
eucharistisch - apostolisch/missionarisch - papsttreu -
persönliche Heiligung. 3. Referat von Pater Emilio Cardenas (Präses in St.
Sebastian in Spanien): “Marianische Kongregationen der Marianisten“
Pater Emilio berichtete über die Gemeinschaft der
Marianisten (Societas Mariä, SM) und deren Gründer Pater
Wilhelm Josef Chaminade. Dieser gründete nach 1800 in
Bordeaux Marianische Kongregationen, aus denen zwei
Orden hervorgingen: die Marianisten, auch Marienbrüder
genannt, und die Marientöchter. 1817 faßte er beide in
der „Marianische Kongregation der Marianisten“ zusammen.
Sie widmen sich den Armen in den Entwicklungsländern.
Die Aufgabe der Marianisten ist ferner der Unterricht
und die Erziehung der Jugend sowie Leitung von
Marianischen Kongregationen und Jugendvereinen. Der
Gründer, P. Wilhelm Josef Chaminade, wurde am 3.
September 2000 von Papst Johannes Paul II.
seliggesprochen.
Nach dem Abendessen fand um 21 Uhr vor dem Gnadenbild
der „Schwarzen Madonna“ die gemeinsame Abendandacht mit
vielen schönen polnischen Gesängen und dem
mehrsprachigen Rosenkranzgebet statt.
2. Tag - Freitag, 26. März 2010
Am Morgen fand wieder ein feierliches Lateinisches
Hochamt vor dem Gnadenbild statt. Es zelebrierte Pater
Nikodem Kilna. Die Predigt hielt der Zentralpräses der
MC Straubing, Pfarrer Werner Maria Heß. Er wies in
klaren Formulierungen auf die Bedeutung des Marianischen
Gedankens in der heutigen Zeit hin und nahm Bezug auf
die aktuellen Probleme in Deutschland und der
katholischen Kirche dort.
Teil II - Die Marianischen Kongregationen in Europa -
heute
(Darstellung der heutigen Aktivitäten der MC)
1. Referat von Clemens Schneider (Präfekt der
Marianischen Männer- und Jungmänner-Sodalität Herbstein
1778): „Marianische Kongregationen und Sodalitäten - ihre
Aktivitäten in der heutigen Zeit“.
Im
Referat kam die Notwendigkeit zum Ausdruck, daß der
Christ in der heutige Zeit ständig mit Veränderungen
konfrontiert ist und sich in leitenden und ausbildenden
Funktionen ein gutes Beispiel aus einer gesunden
Mischung von Tradition und Gegenwart zu geben
verpflichtet ist. Jeder Sodale, unabhängig von seiner
Stellung in der Kongregation, darf die vorgegebene
Richtschnur nicht verlassen. Er sagte von sich selbst,
wie wichtig die täglichen Gebete, möglichst tägliche hl.
Messe und die Marianischen Feste der Sodalität sind. Er
nannte aus seiner kleinen Heimatstadt Beispiele des
öffentlichen Auftritts, z.B. bei Prozessionen und mit
Hilfe seiner Sodalität verschiedenster Art, womit diese
ihre Präsenz zeigt. Die Verehrung der Gottesmutter
gehört in seinem Umfeld zum alltäglichen Bild und zu
einer Selbstverständlichkeit. Die Teilnahme an
Exerzitien, Wallfahrten und weiterbildenden Kursen sind
gleichfalls wichtige Grundbedingungen für eine gute
Lebens- und Glaubenserziehung. Der Referent erwähnte
ferner die Wichtigkeit des Vorbildes in Ehe, Familie und
Gesellschaft. Gerade in der jetzigen Situation müßten
die Sodalen als aktive Christen gegenüber den
Steinewerfern Position ergreifen. Er erwähnte die
Schwierigkeit neue und junge Sodalen zu gewinnen. Den
Kopf sollte aber keine der Kongregationen hängen lassen
und bei allen Versuchen der Gottesmutter betend
vertrauen. Eine gute und unterstützende Zusammenarbeit
mit anderen Sodalitäten sollte angestrebt werden, da
diese nur mit wenigen existiert.
2. Referat von Grzegorz Baran (Polnischer Landespräfekt
der Marianischen Kongregation aus Warschau):
“Die Marianische Sodalität in Polen heute (1980 -
2010)“.
Der Landespräfekt erwähnte nochmals die großen
Schwierigkeiten und die Haftstrafe des früheren Primas
und Erzbischof Stefan Kardinal Wyszyński, der am 18.
Oktober 1980 - vor 30 Jahren - die Marianischen
Kongregationen nach dem Verbot von 1948 durch die
Kommunisten wieder belebte. Es wurden Fußwallfahrten
nach Jasna Góra unternommen. Sodalen aus Krakau, Breslau
und Warschau pilgerten nach Tschenstochau zur Königin
Polens. Es wurde ein Sekretariat in Warschau
eingerichtet, in dem jede Kongregation vertreten war. Es
wurden „Die Allgemeinen Grundsätze der Mitglieder der
Marianischen Kongregationen in Polen“ auf der Grundlage
der früheren Statuten erarbeitet und durch ein Dekret
vom neuen Primas, Erzbischof Jozef Kardinal Glemp, 1983
genehmigt. Somit sind alle polnischen Kongregationen
eigenständig, aber durch eine Zentrale miteinander
verbunden. Durch diesen Verband sind gemeinsame Aufgaben
gut zu meistern. Dies macht sich bei
Weiterbildungskursen, Exerzitien, Wallfahrten, usw.
bemerkbar. Zur Zeit betreibt der Verband der
Marianischen Kongregationen in Polen drei Schulen, und
zwar eine Grundschule, ein Gymnasium und ein Lyzeum mit
gesamt 220 Schülern. Ein weiterer Schulbau ist
gegenwärtig im Rohbau fertiggestellt. Der Verband der
Marianischen Kongregationen ist Mitglied im Polnischen
Rat Katholischer Bewegungen. 3. Referat von Pater Adam Schulz SJ (früherer
Pressesprecher der Polnischen Bischofskonferenz,
derzeitiger Präses im Rat der Katholischen Bewegungen
Polens und Leiter einer Marienwallfahrtsstätte in
Warschau): “Die Richtlinien der Formation und die Aufgaben der
Sodalen - Die Laien im Europa des 21. Jahrhunderts“. Pater Schulz stellte fest, daß die Welt nicht
selbstverständlich christlich ist. Jedes Jahr sterben
160.000 Christen den Märtyrertod. Gerade in unserer Zeit
ist das Apostolat die traditionelle Aufgabe für die
Sodalen. Die Menschen heute leiden an Unkenntnis über
die Bibel und die Soziallehre der Kirche. Beide helfen
weiter für die Zukunft und sind eine Investition für die
Ewigkeit. Der Sodale muß sich bewußt machen, daß das
Evangelium eine Einführung in das Reich Gottes ist,
weshalb es zwingend notwendig ist, dieses Evangelium zu
verkünden - auch als Laien, denn die Kongregationen sind
eine Laienbewegung. Laien haben in der Kirche bereits
sehr früh gehandelt, denn es gab sie schon im 3. und 4.
Jahrhundert. Wir müssen anpacken und nicht den Mut
verlieren, auch wenn die Früchte nicht immer sofort
sichtbar sind, spätestens im Himmel können wir sie
erkennen. Der Referent nannte viele Möglichkeiten für
eine Neuevangelisierung: Katechese für Kinder,
Jugendliche und Senioren, Familienseelsorge,
Lebensschutz. Auch ein Rentner sollte im Ruhestand
Apostel sein. In der heutigen Zeit ist nach Auffassung des Referenten
der Konsum das größte Problem. Er verwies auch auf die
negativen Auswirkungen der heutigen Kultur und Medien.
In Polen sind 2,5 Millionen Menschen in kirchlichen
Bewegungen und 1,5 Millionen in Marianischen Verbänden
tätig. Echte Liebe zur Gottesmutter ist unverzichtbar.
„Durch Maria zu Jesus“ bleibt immer aktuell. Westeuropa
hat Maria vernach-lässigt. Viele Glaubensgemeinschaften
dort streben ohne Maria direkt zu Jesus Christus. Dieser
zeigt aber auf seine Mutter. Deshalb empfahl er auch das
Motto: „Durch Jesus zu Maria“, um den Nichtkatholiken
die Mutter Gottes näher zu bringen. Er erwähnte eine
Aussage des hl. Ludwig Maria Grignon von Monfort: „Die
Kirche wird durch den Heiligen Geist und Maria geformt.“ Abschließend stellte Pater Schulz fest:
„Marienfrömmigkeit lernt man unter dem Kreuz“ Er
wünschte allen Sodalen eine begeisterte apostolische
Arbeit: „Wir brauchen heilige Profis!“
Am frühen Nachmittag wurde der Kreuzweg in Polnisch (7
Stationen) und Deutsch (7 Stationen) auf dem
Festungsrundgang des Hellen Berges (Jasna Góra) gebetet. Anschließend begann
Teil III - Marianische Kongregationen - Thema: Morgen
(Vorstellungen, Gedanken, Ideen) 1. Referat von Monika Grygolonek (Präfektin der
Marianischen Internet-Sodalität): „Wie geht es mit der Marianischen Sodalität weiter? Neue
Inspirationen und Ideen“. Sie erinnerte an den Ausspruch von Papst Johannes Paul
II. an die Jugend: „Ihr seid die Zukunft der Welt, Ihr
seid die Hoffnung der Kirche, Ihr seid meine Hoffnung.“
Um die Jugend anzusprechen, wurde im Mai 2009 die
Marianische Internet-Sodalität gegründet, deren Präses
Pater Dr. Mieczyslaw Łacek OSPPE ist. Ihre Ziele sind
identisch mit den Zielen der anderen Marianischen
Kongregationen mit dem Schwerpunkt der Verehrung der
Mutter Gottes. Dabei ist das Internet das Hauptmedium
der Kommunikation und des geistlichen
Informationsaustausches für die Mitglieder, die an
verschiedenen Orten Polens und anderer Länder leben.
Jährliche Treffen der Mitglieder zu Exerzitien und zur
Wallfahrt nach Tschenstochau sind wesentlicher
Bestandteil der Marianischen Internet-Sodalität. Geplant
ist, das Internet auch als Plattform für eine
internationale Zusammenarbeit Marianischer
Kongregationen zu nutzen.
2. Referat von Johannes Wettinger (Präfekt der
Marianischen Jugendkongregation Stuttgart): “Marianische Kongregationen morgen - die Zukunft der
MC“.
Der junge Präfekt stellte zunächst seine gemischte
Kongregation für junge Christen von 16 bis 25 Jahren
vor. Auch die jungen Menschen streben nach Heiligkeit,
apostolischer Tätigkeit und Verehrung der Gottesmutter.
Neben Maria, der Mutter des Herrn, ist der hl. Antonius
von Padua Patron dieser MC. Zweimal monatlich treffen sich die jungen Sodalen mit
Ihrem Präses zu Gebet und Behandlung von geistlichen
Themen aus der Heiligen Schrift oder aus Vorträgen.
Für eine gute Zukunft ist eine sehr gute geistliche
Leitung durch den Präses Voraussetzung. Als Beispiel und
Vorbilder nannte der Referent die Präsides der ersten
Zeit: P. Johannes Leunis SJ und
Pater Jakob Rem SJ. - Marianischer Geist muß in der MC
vorhanden sein. Ferner ist eine gute Zusammenarbeit des
Priesters mit dem Präfekten eine sehr wichtige
Bedingung. Wie auch Papst Benedikt XVI. sagte, hängt die
Zukunft der Kirche von der Jugend ab, junge Sodalen sind
die Voraussetzung für eine gute Weiterentwicklung jeder
Kongregation. Die Entwicklung einer MC hängt von der guten religiösen
Unterweisung und Ausbildung der Sodalen ab und darf
nicht nach quantitativen Gesichtspunkten ausgerichtet
sein. Eine sorgfältige Auswahl der Sodalen und Prüfung
vor der endgültigen Lebensweihe ist unerläßlich. Das
Gebet zur Gottesmutter wird dabei hilfreich sein.
Besonders zu pflegen sind Rosenkranz, Wallfahrten und
Maiandachten. Der Referent bestätigte großes Interesse
an der Internet-Plattform für eine Zusammenarbeit mit
anderen Ländern und Kongregationen, wie im
vorhergehenden Vortrag besprochen.
Des Weiteren stellte auch er die Frage nach der Existenz
der „Prima Primaria“ und empfahl Nachforschungen
anzustellen.
Er empfahl ein gemeinsames Gebetsanliegen für alle
Kongregationen. Um 21 Uhr fand vor dem Gnadenbild der „Schwarzen
Madonna“ wieder das gemeinsame Abendgebet statt.
3. Tag - Samstag, 27.März 2010
Das Lateinische Hochamt in der Gnadenkapelle zelebrierte
Pater Sebastian Matecki, der Vize-Prior der
Pauliner-Mönche auf dem Jasna Góra. In deutsch und
polnisch predigte P. Mirko Legawiec, Präses der MC
Passau, über das Geheimnis des Dreifaltigen Gottes und
den Opfertod und die Auferstehung Jesu Christi. Abschließend dankte Pater Dr. Mieczyslaw
Łacek dem Chor
für die sehr gute kirchenmusikalische Begleitung in den
hl. Messen vor dem Gnadenbild an den drei Tagen.
Danach fand für die deutschen Sodalen eine Kloster- und
Museumsführung statt. Hierbei erhielten wir eine
Erläuterung über die geschichtliche und religiöse
Bedeutung des Jasna Góra. Es wurde auch deutlich, welche
wichtigen und auch historischen Verbindungen dieses
Heiligtums zu deutschen Bistümern sowie Königs- und
Fürstenhäusern bestehen.
Teil IV - Beschlußfassung des Kongresses
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Die MC Köln wird die Anfrage an die Apostolische Pönitentiarie im Vatikan wegen der
Gültigkeit der „Bis Saeculari“ und der entsprechenden Privilegien und
Ablässe weiter verfolgen und alle anwesenden
Kongregationen über das Ergebnis informieren.
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Der Verband der Polnischen Marianischen Kongregationen
und die MC Köln werden sich über die jeweiligen
Diözesanbischöfe an den Vatikan wenden, um Klarheit
bezüglich der „Prima Primaria“ zu erhalten und
nachfragen, ob gegebenenfalls eine „Neue Prima Primaria“
oder „Kommission“ als Zentral- und Hauptkongregation
eingesetzt werden kann. Auch hierüber werden alle
Kongregationen informiert.
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Der Zentralpräses der MC Straubing, Pfarrer Werner
Maria Heß, wird sich bezüglich einer Zusammenarbeit
aller deutschen Kongregationen mit der MC in Altötting
in Verbindung setzen. Die MCen in Bayern treffen sich
unter deren Federführung zweimal im Jahr. Vielleicht ist
es möglich, diese Treffen für die anderen deutschen
Kongregationen zu öffnen, um eine Zusammenarbeit zu
erreichen.
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Im Jahre 2013 ist der 450. Jahrestag der Gründung der
ersten Marianischen Kongregation in Rom, der „Prima Primaria“ 1563. Aus diesem Anlaß wird zum Dank eine
Europäische Wallfahrt der Marianischen Kongregationen
nach Rom stattfinden. Die Organisation übernimmt der
Verband der Polnischen Kongregationen.
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Den Zweiten Europäischen Kongreß 2015 wird der Verband
der Polnischen Kongregationen wieder ausrichten.
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Der Straubinger Präses Heß wird prüfen, ob der Dritte
Europäische Kongreß 2020 in Altötting stattfinden kann.
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Im Gebet sind alle Kongregationen miteinander
verbunden. Sie beten füreinander, und zwar für die
lebenden und verstorbenen Sodalen aller miteinander
verbunden Sodalitäten.
Diese Beschlußfassung wurde mit allgemeinem Beifall
bedacht. Eine positive Stimmung war spürbar, und die
Teilnehmer äußerten sehr zufrieden, daß in völliger
Übereinstimmung eine Basis für eine gemeinsame Zukunft
gefunden wurde.
Der Dank des Landespräfekten der Marianischen
Kongregation Polens, Grzegorz Baran, galt allen
teilnehmenden Sodalitäten für ihr Teilnahme und aktive
Beteiligung an diesem Kongreß. Er gab offen und
humorvoll zu, daß Pater Łacek im Jahre 2008 nach seiner
Rückkehr vom Jubiläum in Köln mit seinem Vorschlag,
diesen Kongreß zu organisieren, zunächst nicht auf
offene Begeisterung gestoßen ist. Doch bald habe man in
Warschau die Bedeutung dieser Chance für die
Kongregationen in Europa erkannt, und die Vorbereitungen
seien dann mit voller Zustimmung angelaufen. Er dankte auch den Organisatoren. Besonders nannte er
Monika Grygolonek, die als Studentin in Erfurt die
organisatorischen Dinge mit den deutschen Kongregationen
besorgt hat, und auch ihrer Zwillingsschwester Kamila
Grygolonek, die - ebenfalls in Erfurt - für alle
schriftlichen Übersetzungen der Tagungsunterlagen
verantwortlich war.
Es wurden noch Präsente ausgetauscht
und vor dem Pilgerhotel DOM PIELGRZYMA, in dem der
Kongreß stattfand, ein Gruppenfoto „geschossen“. Auf
allen Gesichtern konnte man die tiefe Zufriedenheit über
dieses Treffen erkennen. Zudem hatten die Teilnehmer des Kongresses dort einen
bis dahin nicht gekannten katholischen Volksglauben
erlebt. Gläubige aller Altersgruppen besuchten die hl.
Messen, die ständig im Laufe des Tages vor dem
Gnadenbild der „Schwarzen Madonna“ gefeiert wurden.
Gymnasialklassen aus ganz Polen machen bis Mai ihre
Schulwallfahrt nach Tschenstochau, um die Königin Polens
um Fürbitte für das bevorstehende Abitur zu bitten. Über
Nacht blieben Hunderte Schüler und Schülerinnen zum
Gebet in der verschlossenen Kirche.
Alle 20 Teilnehmer aus Köln mußten am 27. März nach dem
Mittagessen gegen 13:30 Uhr an ihre Rückreise denken.
Sie waren sehr zufrieden mit dem Besuch an dieser
ehrwürdigen Marienstätte, der heimlichen Hauptstadt
Polens. Dieser Besuch hatte alle Erwartungen
übertroffen. Einigen Sodalen fiel die wohltuende
Tatsache auf, daß man sich über Grenzen hinweg unter
Gleichgesinnten befand.
Unsere „Flieger“ trafen um 19:30 Uhr in Köln ein. Für
die drei Sodalen im PKW wurde es aber leider 1 Uhr in
der Nacht.
Danken wir unserer Himmelskönigin für dieses Erlebnis in
Tschenstochau.
Sie wird weiterhin allen Kongregationen eine gute
Führerin sein und uns in unseren Bemühungen begleiten.
Bleiben wir ihr im intensiven Gebet verbunden!
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